Ein kompaktes Interface, das PC-Setups sauberer klingen lässt
Wer Mikrofon und Gitarre direkt am Rechner nutzen will, braucht ein Interface, das Pegel, Latenz und Routing im Griff hat. Genau hier setzt das MAONO PS22 Lite an und bringt XLR-Eingang, Instrumentenmodus und USB-C-Bus-Power in ein sehr kleines Gehäuse.
maono hat sich im AliExpress-Umfeld einen Namen mit praxisnahen Audio-Lösungen gemacht, die nicht nach Studio-Luxus aussehen, aber im Alltag zuverlässig arbeiten. Das merkt man auch hier: Die Ausstattung zielt klar auf Recording, Streaming und Home-Studio statt auf unnötige Effekte, und das ist für viele Setups der sinnvollere Weg.
24-bit/192 kHz: Was hört man davon wirklich?
Die hohe Abtastrate bringt vor allem bei Sprachaufnahmen und akustischen Instrumenten feine Details nach vorn, etwa Atemgeräusche, Saitenanschläge oder den Raumanteil einer Stimme. In den Nutzerbewertungen wird genau dieser Punkt gelobt, weil das Signal über XLR deutlich präziser wirkt als eine einfache USB-Mikrofonlösung.
Mit bis zu 56 dB Gain ist das PS22 Lite für viele dynamische und Kondensatormikrofone brauchbar, ohne sofort einen externen Vorverstärker zu brauchen. Wer ein sehr leistungshungriges Mikrofon nutzt, sollte trotzdem auf genügend Reserven achten, denn bei extrem hohen Pegeln kann es näher an die Grenze kommen als bei teureren Interfaces.
Loopback und vier virtuelle Kanäle: Mehr Kontrolle beim Streamen

Die Routing-Software ist der eigentliche Mehrwert dieses Modells, weil sie interne und externe Signale getrennt verwalten kann. Mit vier virtuellen Kanälen und zwei Loopback-Kanälen lassen sich Spielsound, Stimme und Systemaudio sauber in einer Streaming- oder Podcast-Software verteilen.
Für Creator ist das praktischer als ein klassisches Einsteiger-Interface ohne Software, da sich damit Telefonate, Musikbett und Mikrofon getrennt abgreifen lassen. Wer mit OBS, Audacity oder Ableton arbeitet, bekommt dadurch mehr Kontrolle über die Signalwege, und genau dort wird das Gerät spannend.
Instrument und Mikrofon an einem Tisch
Der separate Instrumenteneingang macht das Interface auch für Gitarristen interessant, die Demos ohne Umwege aufnehmen möchten. Im Alltag bedeutet das: Gitarre einstecken, Pegel setzen, Monitoring aktivieren und direkt in die DAW spielen, ohne eine komplette Studiokette aufzubauen.
Das direkte Monitoring hilft dabei, Verzögerungen beim Einspielen zu vermeiden, was besonders bei Gesang und Rhythmusgitarren spürbar ist. Kundenberichte beschreiben das Gerät als klein, aber kräftig, und genau diese Kombination passt gut zu mobilen oder aufgeräumten Schreibtisch-Setups.
Kompakt gebaut, aber nicht ganz ohne Eigenheiten

Das Gehäuse wirkt platzsparend und ist für enge Arbeitsflächen klar im Vorteil, doch das geringe Gewicht hat auch eine Kehrseite. Einzelne Nutzer berichten, dass das Interface auf glatten Tischen leicht verrutschen kann, wenn Kabel Spannung aufbauen, was bei einem so leichten Modell plausibel klingt.
Im Gegenzug bekommt man ein Bus-powered Gerät ohne separates Netzteil, das sich schnell an Laptop, Smartphone oder Desktop anschließen lässt. Wer ein festes Studio-Setup plant, sollte deshalb an eine rutschfeste Unterlage denken, dann passt die Alltagstauglichkeit deutlich besser zum Funktionsumfang.
Für wen das PS22 Lite sinnvoll ist
Besonders überzeugend ist das Gerät für Einsteiger, die nicht gleich in eine teure Studioumgebung einsteigen wollen, aber saubere Audioqualität erwarten. Auch für Podcaster, Streamer und Musiker mit kompaktem Setup liefert es mehr Flexibilität als viele einfache USB-Mikrofonlösungen.
Die Kombination aus XLR, Loopback und ASIO-Unterstützung macht es technisch vielseitiger als reine Sprachinterfaces, ohne die Bedienung unnötig zu verkomplizieren. Wer also ein kleines, aber ernstzunehmendes Interface für Recording und Live-Content sucht, bekommt hier einen sehr stimmigen Ansatz, und die nächste Frage ist: Welche Kompromisse bleiben?

















